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Nutzungsbedingungen (AGB)

Diese Nutzungsbedingungen regeln die Nutzung der Plattform clye.ai sowie der damit verbundenen Software-as-a-Service-Leistungen („Dienste") der CLYE GmbH („Anbieter", „wir").

Hinweis: Dieses Dokument stellt allgemeine Nutzungsbedingungen bereit. Je nach Vertragsmodell (z. B. Enterprise, individuelle Angebote) können ergänzende Vereinbarungen gelten.


1. Anbieter und Geltungsbereich

  1. Anbieter der Dienste ist die CLYE GmbH, Lohweg 11,63846 Laufach (weitere Angaben siehe Impressum auf clye.ai).
  2. Diese Nutzungsbedingungen gelten ausschließlich gegenüber Unternehmern im Sinne des § 14 BGB (B2B). Vertragspartner des Anbieters ist stets das Unternehmen als Kunde, nicht die von ihm eingeladenen Endnutzer (z. B. Mitarbeitende).
  3. Diese Nutzungsbedingungen gelten für alle Verträge über die Nutzung von clye.ai, einschließlich zugehöriger Funktionen, APIs, Add-ons sowie Support- und Beratungsleistungen, sofern nicht abweichend vereinbart.
  4. Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nur, wenn der Anbieter ihnen ausdrücklich in Textform zustimmt.

2. Vertragsschluss und Nutzerkonto

  1. Der Vertrag kommt zustande durch Registrierung/Bestellung über clye.ai und Bestätigung durch den Anbieter oder durch Annahme eines Angebots/Bestellformulars.
  2. Für die Nutzung ist ein Nutzerkonto erforderlich. Der Kunde ist verpflichtet, seine Zugangsdaten geheim zu halten und vor dem Zugriff Dritter zu schützen.
  3. Der Kunde ist verantwortlich für die Verwaltung der von ihm eingeladenen Nutzer (Endnutzer). Er stellt sicher, dass nur autorisierte Personen Zugang zur Plattform erhalten, und deaktiviert Zugänge ausgeschiedener oder nicht mehr berechtigter Personen unverzüglich.
  4. Der Kunde verpflichtet sich, seine bei Vertragsschluss angegebenen Kontaktdaten aktuell zu halten.

3. Leistungen, Funktionsumfang und Verfügbarkeit

  1. Art und Umfang der Leistungen ergeben sich aus dem gebuchten Plan bzw. dem Angebot.
  2. Der Anbieter ist berechtigt, die Dienste weiterzuentwickeln und anzupassen, sofern wesentliche Funktionen des gebuchten Plans nicht erheblich beeinträchtigt werden. Dies umfasst auch den Austausch oder die Anpassung eingesetzter KI-Modelle oder Drittanbieter-Dienste aus technischen, wirtschaftlichen oder rechtlichen Gründen.
  3. Die Dienste nutzen teilweise externe KI-Modelle und APIs von Drittanbietern. Deren Verfügbarkeit, Antwortqualität und Leistungsumfang können die Funktionsweise der Plattform beeinflussen. Der Anbieter ist für Ausfälle oder Einschränkungen dieser Drittdienste nicht verantwortlich, soweit diese außerhalb seines Einflussbereichs liegen.
  4. Eine jederzeitige ununterbrochene Verfügbarkeit wird nicht zugesichert. Wartungsfenster sowie Störungen außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters können zu Einschränkungen führen.

4. Pflichten des Kunden und zulässige Nutzung

  1. Der Kunde darf die Dienste nur im Rahmen der geltenden Gesetze und dieser Nutzungsbedingungen verwenden.
  2. Unzulässig sind insbesondere:
  3. rechtswidrige Inhalte oder Rechtsverletzungen (z. B. Urheberrechte, Persönlichkeitsrechte),
  4. Sicherheitsangriffe, Umgehung von Schutzmechanismen oder missbräuchliche Nutzung,
  5. Verbreitung von Schadsoftware oder Spam,
  6. Überlastung der Systeme außerhalb vereinbarter Limits,
  7. die Nutzung der Dienste für Zwecke, die nach dem EU AI Act (Verordnung (EU) 2024/1689) verboten oder als inakzeptables Risiko eingestuft sind (z. B. manipulative Systeme, Social Scoring, verbotene biometrische Kategorisierung),
  8. die Eingabe von Daten, zu deren Verarbeitung der Kunde oder seine Endnutzer nicht berechtigt sind.
  9. Der Kunde ist verantwortlich für die interne Rechte- und Rollenvergabe sowie die ordnungsgemäße Nutzung durch seine Endnutzer.

5. Nutzungsrechte

  1. Der Anbieter räumt dem Kunden für die Vertragslaufzeit ein einfaches, nicht übertragbares und nicht unterlizenzierbares Recht ein, die Dienste vertragsgemäß zu nutzen.
  2. Der Kunde erhält keine Rechte am Quellcode oder an Schutzrechten (z. B. Marken, Logos) des Anbieters.
  3. Rechte an KI-Ausgaben: Soweit durch die Nutzung der Dienste Ausgaben (Texte, Auswertungen, Ergebnisse o. ä.) generiert werden, kann der Kunde diese im Rahmen der geltenden Gesetze frei nutzen. Der Anbieter beansprucht keine Eigentumsrechte an diesen Ausgaben. Der Kunde ist jedoch selbst dafür verantwortlich zu prüfen, ob KI-generierte Inhalte Rechte Dritter (z. B. Urheberrechte) berühren, da der Anbieter hierfür keine Gewähr übernimmt.
  4. Rechte des Anbieters an Kundendaten: Der Anbieter nutzt Kundendaten, Prompts und KI-Ausgaben ausschließlich zur Erbringung der vertraglich geschuldeten Leistungen. Eine darüber hinausgehende Nutzung – insbesondere zur Entwicklung, Verbesserung oder zum Training von KI-Modellen – findet nicht statt.

6. Kundendaten und KI-Ausgaben

  1. „Kundendaten" sind Daten und Inhalte, die der Kunde oder seine Endnutzer in die Dienste übermitteln (z. B. Dokumente, Texte, Metadaten, Prompts).
  2. Der Kunde bleibt Inhaber der Rechte an seinen Kundendaten und sichert zu, zur Übermittlung und Verarbeitung dieser Daten berechtigt zu sein.
  3. Kein Training mit Kundendaten: Kundendaten, Prompts sowie KI-Ausgaben werden weder durch den Anbieter noch – soweit vertraglich sichergestellt – durch eingesetzte Drittanbieter für das Training, die Feinabstimmung oder die Verbesserung von KI-Modellen verwendet.
  4. KI-Ausgaben können fehlerhaft, unvollständig oder irreführend sein. Der Kunde ist verpflichtet, KI-Ergebnisse vor einer operativen, rechtlich oder wirtschaftlich relevanten Verwendung angemessen zu prüfen. KI-Ausgaben ersetzen keine fachkundige Beratung.
  5. Datenlöschung nach Vertragsende: Nach Beendigung des Vertragsverhältnisses werden Kundendaten innerhalb von 30 Tagen gelöscht, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen. Der Kunde hat die Möglichkeit, vor Ablauf dieser Frist einen Export seiner Daten anzufordern. Näheres regelt der Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV).

7. Preise und Zahlung

  1. Preise und Abrechnung ergeben sich aus dem gebuchten Plan bzw. Angebot zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer.
  2. Rechnungen sind innerhalb der vereinbarten Frist zur Zahlung fällig. Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Verzugszinsen gemäß § 288 BGB.
  3. Der Anbieter ist berechtigt, Preise mit einer Ankündigungsfrist von mindestens 6 Wochen in Textform anzupassen. Widerspricht der Kunde der Preisanpassung nicht innerhalb von 4 Wochen nach Zugang der Ankündigung, gilt die Anpassung als akzeptiert. Auf dieses Widerspruchsrecht wird der Anbieter in der Ankündigung ausdrücklich hinweisen. Im Fall eines fristgerechten Widerspruchs hat der Kunde das Recht zur außerordentlichen Kündigung zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der neuen Preise.
  4. Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, den Zugang nach angemessener Ankündigung vorübergehend zu sperren.

8. Laufzeit, Kündigung und Sperrung

  1. Laufzeit und Kündigungsfristen ergeben sich aus dem gebuchten Plan bzw. Angebot.
  2. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
  3. Der Anbieter ist berechtigt, Accounts bei erheblichen Vertragsverstößen oder Sicherheitsrisiken vorübergehend zu sperren. Bei weniger schwerwiegenden Verstößen erfolgt zuvor eine Abmahnung, sofern der Sachverhalt dies zulässt. Bei unmittelbarer Gefahr für die Plattformsicherheit oder andere Kunden ist eine sofortige Sperrung ohne Vorankündigung zulässig.
  4. Folgen der Vertragsbeendigung: Nach Beendigung des Vertrags werden alle Endnutzerzugänge des Kunden deaktiviert. Kundendaten werden gemäß § 6 Abs. 5 dieser Nutzungsbedingungen behandelt. Ein Anspruch auf Fortführung des Zugangs nach Vertragsende besteht nicht.

9. Support

Supportkanäle und Reaktionszeiten richten sich nach dem gebuchten Plan oder individueller Vereinbarung. Ein bestimmter Erfolg (z. B. vollständige Fehlerbehebung innerhalb einer Frist) wird, soweit nicht ausdrücklich schriftlich vereinbart, nicht geschuldet.


10. Datenschutz und Auftragsverarbeitung

  1. Die Verarbeitung personenbezogener Daten im Rahmen der Nutzung der Dienste richtet sich nach der Datenschutzerklärung des Anbieters (abrufbar unter clye.ai/datenschutz) sowie dem zwischen den Parteien geschlossenen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV). Datenschutzerklärung und AVV sind verbindliche Bestandteile des Vertragsverhältnisses.
  2. Die Parteien schließen einen AVV gemäß Art. 28 DSGVO ab. Dieser regelt insbesondere die Pflichten des Anbieters als Auftragsverarbeiter, den Einsatz von Sub-Auftragsverarbeitern sowie technische und organisatorische Schutzmaßnahmen.
  3. Die Verarbeitung von Kundendaten erfolgt standardmäßig ausschließlich auf Infrastruktur innerhalb der Europäischen Union. Soweit der Kunde optional externe KI-Dienste aktiviert, die außerhalb der EU verarbeiten (z. B. OpenAI, Anthropic Claude, GLM/Zai), erfolgt die Datenübertragung auf Grundlage geeigneter Garantien gemäß Art. 46 DSGVO (insbesondere EU-Standardvertragsklauseln). Näheres regelt der AVV.

11. Gewährleistung

  1. Es gelten die gesetzlichen Gewährleistungsvorschriften, soweit in diesen Nutzungsbedingungen nichts Abweichendes geregelt ist.
  2. Der Anbieter übernimmt keine Gewähr für die inhaltliche Richtigkeit, Vollständigkeit oder Eignung einzelner KI-Ausgaben für einen bestimmten Verwendungszweck. KI-Modelle arbeiten probabilistisch; Abweichungen, Ungenauigkeiten oder sogenannte „Halluzinationen" begründen keinen Gewährleistungsanspruch, soweit der Anbieter die Plattform selbst ordnungsgemäß betreibt.

12. Haftung

  1. Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit.
  2. Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) und beschränkt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden. In diesem Fall ist die Haftung der Höhe nach begrenzt auf die vom Kunden in den letzten 12 Monaten vor dem schadensbegründenden Ereignis geleisteten Vergütungen.
  3. Der Anbieter haftet nicht für Schäden, die durch fehlerhafte, unvollständige oder irreführende KI-Ausgaben entstehen, sofern der Kunde seiner Prüfpflicht gemäß § 6 Abs. 4 nicht nachgekommen ist.
  4. Der Anbieter haftet nicht für Ausfälle, Fehler oder Datenverluste, die durch externe KI-Dienste oder sonstige Drittanbieter verursacht werden und außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters liegen.
  5. Im Übrigen ist die Haftung ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.

13. Referenznennung / Logo-Nutzung

  1. Der Anbieter ist berechtigt, den Kunden unter Verwendung von Unternehmensname und Logo als Referenzkunden öffentlich zu benennen, insbesondere auf der Website clye.ai sowie in Vertriebs- und Marketingunterlagen.
  2. Der Kunde kann dieser Nutzung vor Vertragsschluss oder jederzeit in Textform (z. B. per E-Mail an info@clye.ai) widersprechen. In diesem Fall wird der Anbieter die Referenznennung innerhalb einer angemessenen Frist entfernen bzw. künftig unterlassen.
  3. Eine inhaltliche Aussage (z. B. Bewertung, Zitat, Case Study) erfolgt nur nach ausdrücklicher Abstimmung mit dem Kunden.

14. Vertraulichkeit

  1. Beide Parteien verpflichten sich, vertrauliche Informationen der jeweils anderen Partei geheim zu halten und ausschließlich zur Erfüllung der vertraglichen Pflichten zu verwenden.
  2. Als vertraulich gelten alle Informationen, die als solche gekennzeichnet sind oder deren Vertraulichkeit aus den Umständen erkennbar ist, insbesondere technische, geschäftliche und organisatorische Informationen sowie Kundendaten.
  3. Von der Vertraulichkeitspflicht ausgenommen sind Informationen, die (a) zum Zeitpunkt der Offenlegung öffentlich bekannt waren oder danach ohne Verschulden der empfangenden Partei öffentlich bekannt werden, (b) der empfangenden Partei bereits vor Vertragsschluss ohne Vertraulichkeitsverpflichtung bekannt waren, oder (c) aufgrund gesetzlicher Pflicht oder behördlicher/gerichtlicher Anordnung offengelegt werden müssen.
  4. Die Vertraulichkeitspflicht gilt für die Dauer des Vertrags und darüber hinaus für einen Zeitraum von 3 Jahren nach Vertragsende.

15. Änderung dieser Nutzungsbedingungen

  1. Der Anbieter ist berechtigt, diese Nutzungsbedingungen mit einer Ankündigungsfrist von mindestens 6 Wochen in Textform anzupassen. Die Ankündigung erfolgt per E-Mail an die vom Kunden hinterlegte Adresse.
  2. Widerspricht der Kunde den geänderten Bedingungen nicht innerhalb von 4 Wochen nach Zugang der Ankündigung, gelten die neuen Bedingungen als akzeptiert. Auf dieses Widerspruchsrecht und seine Bedeutung wird der Anbieter in der Ankündigung ausdrücklich hinweisen.
  3. Im Fall eines fristgerechten Widerspruchs hat der Kunde das Recht zur außerordentlichen Kündigung zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der geänderten Bedingungen.
  4. Änderungen, die ausschließlich dem Kunden vorteilhaft sind oder rein redaktioneller Natur sind, können jederzeit ohne Widerspruchsrecht vorgenommen werden.

16. Schlussbestimmungen

  1. Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).
  2. Gerichtsstand ist – soweit zulässig – der Sitz des Anbieters.
  3. Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Unwirksame Bestimmungen werden durch die nächstliegende gesetzlich zulässige Regelung ersetzt.

Stand: Mai 2026


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