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Workflows und Oberfläche

Automationen sind im CLYE AI oft in Workflows gruppiert. Ein Workflow bündelt zusammengehörige Regeln und macht größere Abläufe übersichtlich.

  • Workflow: ein thematischer Rahmen für zusammengehörige Automationen
  • Automation: eine einzelne Regel innerhalb dieses Rahmens

Du erreichst die Automationen in einem Space typischerweise über den Bereich Automationen.

Übersicht: Workflows und Automationen​

Hinweis: Screenshot ist in der Quellanwendung vorhanden und wird hier nachgereicht.

Wie du Workflows sinnvoll schneidest​

Ein eigener Workflow lohnt sich, wenn mehrere Automationen zu demselben Prozess gehören, zum Beispiel Onboarding, Freigaben oder wiederkehrende Statusläufe.

Halte Workflows lieber fachlich klar als künstlich groß. Gute Namen beschreiben den Zweck und nicht nur die Technik dahinter.

Wenn ein Ablauf komplexer wird, ist oft ein guter Schnitt:

  • eine Automation erkennt einen Fall und dispatcht ein fachliches Event
  • weitere Automationen reagieren auf dieses Event

So bleiben Workflows modular statt zu einer einzelnen großen Regel zu werden.

Hinweis: Screenshot ist in der Quellanwendung vorhanden und wird hier nachgereicht.

Dialog „Neue Automation erstellen“​

Beim Anlegen einer Automation durchläufst du im Dialog nacheinander Allgemein, Auslöser, optional Bedingung, Aktion und Zuverlässigkeit.

Ungespeicherte Eingaben im Dialog bleiben dabei erhalten, wenn du innerhalb des Dialogs zwischen Bereichen wechselst oder kurz den Browser-Tab verlässt und später zurückkommst. Deine Änderungen werden erst dann auf den gespeicherten Stand zurückgesetzt, wenn du den Dialog neu öffnest oder eine andere Automation bearbeitest.

Wenn du einen Event-Trigger auswählst, basiert die Liste der Event-Typen auf den in diesem Space bereits vorhandenen Ereignissen. Eine Referenz der systemseitig definierten Typen und der externen external.<type>-Muster findest du unter Event-Typen für Automationen.

Hinweis: Screenshot ist in der Quellanwendung vorhanden und wird hier nachgereicht.

Status und Diagnose bei Event-Automationen​

Bei Event-Automationen zeigt die Oberfläche den Zustand inzwischen deutlich transparenter an. Je nach Auslöser und Laufzustand kannst du direkt im Workflow oder in den Detailansichten unter anderem sehen:

  • wartende Events in der Queue
  • aktuell laufende Verarbeitung
  • eine grobe ETA für den Abbau der Warteschlange
  • klarere Hinweise bei Sandbox- und Timeout-Problemen
  • die letzten Ausführungen mit Status, Fehlerdetails und Zeitpunkt

Das hilft besonders dann, wenn eine Automation nicht sofort reagiert oder du prüfen willst, ob ein Rückstau gerade noch normal ist.

Einheitlicher Automation-Editor​

Für bestehende Automationen gibt es jetzt einen einheitlichen Editor, der die frühere Trennung zwischen Detailansicht und Code-Ansicht zusammenführt. Je nach Aufgabe kannst du zwischen zwei Arbeitsweisen wechseln:

  • Einfach-Modus: Graph + Formular für die visuelle Bearbeitung
  • YAML-Modus: vollständige Bearbeitung der Automationsdatei

Beide Modi arbeiten auf demselben Workflow. Du wechselst also nicht mehr zwischen zwei getrennten Bearbeitungswelten, sondern bearbeitest dieselbe Automation wahlweise visuell oder direkt in YAML.

Der Editor kann sowohl als eigene Seite als auch eingebettet erscheinen. In der Seitenansicht bleiben AppBar und Seitenleiste erhalten. Größere Layout-Probleme durch doppeltes Scrollen wurden dabei reduziert: Editor und rechte Seitenleiste sind als getrennte Bereiche nutzbar, ohne dass dir beim Arbeiten ständig der Kontext verloren geht.

Wenn du eine bestehende Automation aus einem Chat, einer Canvas-Seitenleiste oder einer Agent-Ansicht öffnest, lädt der Editor die zugrunde liegende YAML-Datei jetzt zuverlässig aus dem Home des betroffenen Assistenten. So lässt sich derselbe Automationseintrag auch dann direkt bearbeiten, wenn du dich gerade in einem Thread oder in einer eingebetteten Agent-Ansicht befindest, ohne dass fälschlich „Datei nicht gefunden“ erscheint.

Diese Oberfläche ist über das Feature-Flag automationEditorV2 verfügbar.

Graph, Auswahl und Bearbeitungsfokus​

Der Graph dient nicht nur zur Übersicht, sondern auch direkt zur Navigation im Editor. Du kannst Trigger- und Action-Knoten auswählen, um den Bearbeitungsfokus zu wechseln.

Die Auswahl im Graph steuert, welche Formularbereiche rechts sichtbar sind. Dadurch springst du beim Anklicken eines Knotens nicht mehr in eine getrennte Event- oder Detailansicht, sondern bleibst im selben Editor-Kontext.

Praktisch bedeutet das:

  • Wähle den Trigger, um Auslöser, Event-Filter und triggerbezogene Einstellungen zu bearbeiten.
  • Wähle eine Reaction oder Aktion, um deren Bedingungen, Aktion und weitere zugehörige Felder zu sehen.
  • Nutze den Graph als schnelle Navigationsfläche, wenn ein Workflow mehrere Reactions enthält.

Neue Reactions kannst du direkt im Graph über das schwebende Plus-Symbol anlegen. Du musst dafür nicht zuerst in YAML wechseln.

Globales Speichern statt einzelner Formular-Buttons​

Änderungen aus dem Formular werden jetzt wie YAML-Änderungen zunächst als Entwurf in der laufenden Sitzung gehalten. Es gibt dafür keinen eigenen Formular-Button zum Speichern mehr. Stattdessen speicherst du den aktuellen Stand global für den gesamten Editor.

Das ist besonders hilfreich, wenn du mehrere Bereiche nacheinander anpasst, zum Beispiel erst den Trigger, dann eine Bedingung und danach die Aktion. Erst mit dem globalen Speichern übernimmst du alles zusammen.

Wenn du einen Entwurf doch nicht behalten willst, kannst du ihn verwerfen, ohne andere bereits gespeicherte Stände zu verlieren.

Auch der Aktiviert-/Deaktiviert-Status einer bestehenden Automation gehört zu diesem gespeicherten Stand. Wenn du eine Automation im Editor bewusst aktivierst oder deaktivierst und dann global speicherst, bleibt diese explizite Einstellung erhalten und wird nicht still auf einen anderen Standardwert zurückgesetzt.

Tabs für Events, Verlauf und Tests​

Neben dem Editor gibt es weiterhin eine rechte Seitenleiste für Diagnose und Betrieb, die jetzt klarer getrennt ist:

  • Events: zeigt bei Event-Triggern die auslösenden Events, sonst die zugehörigen Runs
  • Verlauf: zeigt Konfigurationsänderungen und wiederherstellbare YAML-Stände
  • Testen: führt einen Dry-Run für die aktuell fokussierte Reaction aus

Der bisherige Mischcharakter zwischen Event-Beispielen, Testdaten und Konfigurationshistorie ist damit klarer aufgeteilt. Insbesondere liegen Beispiel-Events oder das letzte Event nicht mehr direkt im Formular, sondern in der passenden Event-Ansicht.

Im Tab Verlauf kannst du ältere YAML-Stände bei Bedarf wiederherstellen. Das ist hilfreich, wenn du nach einer Änderung zu einem früheren funktionierenden Stand zurückkehren willst.

Typischer Ablauf im neuen Editor​

  1. Öffne die gewünschte bestehende Automation.
  2. Wähle im Graph den Trigger oder die gewünschte Reaction aus.
  3. Bearbeite die eingeblendeten Formularbereiche oder wechsle bei Bedarf in den YAML-Modus.
  4. Lege neue Reactions direkt über das Plus im Graph an, wenn du den Workflow erweitern willst.
  5. Prüfe im Tab Events, ob passende Eingaben oder Läufe sichtbar sind.
  6. Nutze Testen für einen Dry-Run der aktuell fokussierten Reaction.
  7. Öffne bei Bedarf den Verlauf, um frühere YAML-Stände zu prüfen oder wiederherzustellen.
  8. Speichere alle Änderungen abschließend über das globale Speichern.

Event-Automationen auf eine Sequenz zurücksetzen​

Für Event-Automationen gibt es im Workflow über das Kontextmenü per Rechtsklick eine zusätzliche Reset-Funktion. Damit kannst du eine Automation nicht nur vollständig zurücksetzen, sondern gezielt auf eine bestimmte Sequenz stellen.

Typischer Einsatz:

  • du möchtest eine Event-Automation ab einem bekannten Ereignisstand erneut laufen lassen
  • du willst nach einer Korrektur nur spätere Events noch einmal verarbeiten
  • du brauchst für Tests oder Fehlersuche einen definierten Startpunkt

So gehst du vor:

  1. Öffne den Workflow mit der gewünschten Event-Automation.
  2. Öffne per Rechtsklick das Kontextmenü der Automation.
  3. Wähle Auf Sequenz zurücksetzen.
  4. Trage die gewünschte Sequenz ein und bestätige den Dialog.

Danach setzt CLYE AI den internen Cursor der Automation auf diese Sequenz. Bereits vorhandene Event-Läufe nach dieser Sequenz werden entfernt. Die Automation macht anschließend mit höheren Sequenzen weiter.

Wichtig für die Praxis: CLYE AI arbeitet Event-Automationen nach einem Reset oder beim späteren Catch-up schrittweise in begrenzten Sequenzfenstern nach. Fehlende oder verspätet sichtbar werdende Sequenzen innerhalb eines solchen Fensters bleiben dabei als Lücken markiert und können in späteren Durchläufen weiter berücksichtigt werden. So werden auch größere Aufholvorgänge robuster, ohne dass andere Event-Ketten im selben System unnötig ausgebremst werden.

Wenn du stattdessen auf 0 zurücksetzt, bleibt das bisherige Verhalten erhalten: Die Event-Automation startet wieder vom Anfang. Auch dann läuft das Nachholen nicht als ein einziger ungebremster Sprung bis zur aktuell höchsten Sequenz, sondern kontrolliert über mehrere Zyklen.

Diese Funktion ist über das permanente Feature-Flag automationResetToSequence für Admins und Entwickler verfügbar.

Details zu Auslösern, Event-Typen, Bedingungen und Aktionen findest du auf den Unterseiten Auslöser, Event-Typen für Automationen, Bedingungen und Aktionen.