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Datenbank-Widgets

Datenbank-Widgets sind visuelle Bausteine, mit denen du Daten aus deinen Datenbanken direkt in CLYE AI darstellen kannst, als Diagramme, Kennzahlen oder Tabellen.

Was sind Datenbank-Widgets?​

Ein Widget ist eine konfigurierbare Ansicht, die Daten aus einer angebundenen Datenbank abfragt und visualisiert. Du kannst:

  • Kennzahlen anzeigen: Summen, Durchschnitte, aktuelle Werte
  • Diagramme erstellen: Balken-, Linien- und Kreisdiagramme
  • Tabellen darstellen: Rohdaten mit Filtern und Sortierung
  • Zahlen klar lesen: numerische Spalten bleiben in Tabellen-Widgets einheitlich ausgerichtet
  • Zeitreihen vergleichen: Entwicklung über Zeiträume

Wann Widgets sinnvoll sind​

  • Dashboards: Zentrale Übersicht über wichtige Kennzahlen
  • Monitoring: Aktuelle Werte und Trends im Blick behalten
  • Berichte: Regelmäßige Auswertungen automatisiert darstellen
  • Team-Information: Gemeinsame Datenansichten für alle Teammitglieder

Widget konfigurieren​

  1. Öffne die Datenbank, die du nutzen willst
  2. Wähle den Bereich Widgets oder Dashboards
  3. Klicke auf Neues Widget
  4. Wähle den Widget-Typ (Kennzahl, Diagramm, Tabelle)
  5. Konfiguriere die Datenquelle (Tabelle, Abfrage)
  6. Passe das Layout an (Größe, Farbe, Titel)
  7. Speichere das Widget

Wenn du den Titel eines Widgets änderst oder eine eigene SQL-Abfrage speicherst, bleiben diese Werte nach dem Neuladen jetzt zuverlässig erhalten. Das gilt auch für Widgets, deren Konfiguration durch ältere Speicherstände bereits fehlerhaft als JSON-Text statt als Objekt in der Datenbank lag: CLYE AI liest solche vorhandenen Widget-Konfigurationen beim Öffnen wieder korrekt ein.

Zeitraum-Platzhalter in Titel und Beschreibung​

Für SQL-Widgets kannst du in Titel und Beschreibung jetzt einfache Platzhalter für den aktuell gewählten Zeitraum verwenden. Beim Anzeigen ersetzt CLYE AI diese Werte automatisch durch den aktiven Zeitraum im Dashboard oder Widget.

Verfügbare Platzhalter:

  • {start}: Start des aktuell gewählten Zeitraums
  • {end}: Ende des aktuell gewählten Zeitraums
  • {prev_start}: Start des Vergleichszeitraums
  • {prev_end}: Ende des Vergleichszeitraums

So gehst du vor:

  1. Öffne das gewünschte SQL-Widget zur Bearbeitung.
  2. Trage im Feld Titel oder Beschreibung den gewünschten Text mit Platzhaltern ein.
  3. Speichere das Widget.
  4. Prüfe die Darstellung im Widget oder im Dashboard mit einem gewählten Zeitraum.

Beispiele:

  • Titel: Umsatz {start} – {end}
  • Beschreibung: Vergleich zum Zeitraum {prev_start} – {prev_end}

Wichtig dabei:

  • die Platzhalter werden erst in der Anzeige ersetzt, nicht schon im Eingabefeld
  • ohne passenden Vergleichszeitraum bleiben Vergleichswerte nur dann sinnvoll, wenn dein Dashboard oder Widget auch mit einem Vergleichszeitraum arbeitet
  • die Ersetzung gilt für Titel und Beschreibung von SQL-Widgets, auch in Diagramm- und Kennzahlansichten

Für Datenbank-Widgets kannst du jetzt zusätzlich direkt in den Widget-Einstellungen eine eigene Schriftgröße festlegen. Die Einstellung gilt nur für dieses eine Widget. Auf Standard bleibt das Widget bei der bisherigen Größe.

So gehst du vor:

  1. Öffne das gewünschte Datenbank-Widget zur Bearbeitung.
  2. Suche im Einstellungsdialog den Bereich Schriftgröße.
  3. Stelle die Größe mit kleiner oder größer in die gewünschte Stufe.
  4. Speichere das Widget.
  5. Prüfe die Darstellung direkt im Widget oder im Dashboard.

Bei Diagrammen wählt CLYE AI für die X-Achse standardmäßig wieder passendere Datums-Spalten, wenn deine Abfrage solche Spalten enthält. Statt versehentlich auf einer technischen Spalte wie id zu landen, wird im Visualisierungsdialog damit typischerweise direkt die fachlich sinnvolle Datumsachse vorausgewählt.

Widget-Karten im Arbeitsbereich​

Wenn ein Widget als Karte im Arbeitsbereich oder in einer Listenansicht erscheint, nutzt CLYE AI jetzt ein einheitliches Kartenlayout. Die erweiterte Widget-Darstellung ist nicht mehr von einem separaten Feature-Flag abhängig.

Das bedeutet für dich:

  • Widget-Karten zeigen ihre spezielle Darstellung jetzt durchgängig, wenn der Inhalt ein Widget ist.
  • Du musst dafür kein zusätzliches Flag aktivieren oder prüfen.
  • Screenshots und Beschreibungen zu Widget-Karten gelten damit allgemein und nicht nur für einzelne Freischaltungen.

Widgets in Advanced Dashboards​

Bei aktivem Feature-Flag advancedDashboards kannst du vorhandene SQL-Widgets auch in Advanced Dashboards einer Datenbank verwenden. Dort liegen KI-Bereiche, Katalog-Widgets, klassische SQL-Widgets und – wenn im Space freigeschaltet – auch Hosted Apps im selben Raster.

Wichtig für den Alltag:

  • du legst SQL-Widgets weiterhin wie gewohnt in der Datenbank an
  • im Advanced Dashboard öffnest du Widget hinzufügen und wählst je nach Freischaltung einen Tab wie Katalog, Manuell, SQL oder Hosted App
  • die Aktion Zurücksetzen für ein bereits eingefügtes Widget findest du im Editor direkt in der oberen Werkzeugleiste des Widget-Editors und nicht als eigenen Tab im Dialog Widget hinzufügen
  • die Tabs im Widget-Sheet haben eigene Icons, damit du schneller zum passenden Bereich wechselst
  • im Katalog kannst du nach Widgets suchen und vor dem Einfügen direkt eine Beispielvorschau prüfen
  • Katalog-Widgets zeigen ihre Quelle jetzt direkt an, zum Beispiel ob ein Eintrag aus einem eingebauten Bereich oder aus einer angebundenen Katalogquelle stammt
  • wenn keine weiteren SQL-Widgets angeboten werden, lege das gewünschte Widget zuerst unter Ansichten an
  • das Dashboard selbst bleibt an die jeweilige Datenbank gebunden und nutzt in Team-Szenarien den geteilten Team-Space der Datenbank
  • Speichern, Hinzufügen und Generieren funktionieren deshalb auch dann im gemeinsam genutzten Dashboard, wenn das Dashboard nicht in deinem persönlichen Space liegt
  • wenn beim Speichern oder Generieren ein Fehler auftritt, erscheint dafür jetzt nur noch eine Fehlermeldung statt doppelt
  • wenn ein Advanced Dashboard mit einem veralteten oder ungültigen Space-Kontext geöffnet wird, erscheint beim Generieren oder Hinzufügen keine technische UUID-Validierung mehr, sondern eine verständliche Meldung, dass dem Dashboard ein gültiger Space fehlt

Hosted Apps als Widget einfügen​

Wenn in deinem Space das Feature-Flag hostedAppTools aktiv ist, erscheint im Dialog Widget hinzufügen zusätzlich der Tab Hosted App.

So gehst du vor:

  1. Öffne das gewünschte Advanced Dashboard im Bearbeitungsmodus.
  2. Klicke auf Widget hinzufügen.
  3. Wechsle zum Tab Hosted App.
  4. Wähle eine vorhandene Hosted App aus deinem Space aus.
  5. Prüfe die Vorschau direkt im Dialog.
  6. Passe bei Bedarf Titel und URL an.
  7. Hänge optionale Query-Parameter direkt an die URL an, zum Beispiel ?kunde=acme.
  8. Klicke auf Hinzufügen.

Wichtig dabei:

  • der Tab Hosted App ist nur sichtbar, wenn hostedAppTools für deinen Space aktiv ist
  • du kannst nur Hosted Apps aus dem aktuellen Space auswählen
  • ist das Dashboard keinem Space zugeordnet, lassen sich dort keine Hosted Apps auswählen
  • wenn im Space noch keine Hosted Apps vorhanden sind, bleibt der Tab leer
  • nach dem Speichern schließt sich der Bearbeiten-Dialog wieder regulär, wenn die Änderung erfolgreich übernommen wurde
  • über ein Dashboard-Facet kannst du die Zeitraumauswahl bei Bedarf gezielt ausblenden, wenn ein Dashboard mit einem festen Zeitraum arbeiten soll

So kombinierst du generierte Bereiche für Zusammenfassungen oder Einordnungen mit festen Zahlen, Tabellen, Diagrammen und eingebetteten Hosted Apps in einem gemeinsamen Dashboard.

Zeitraumauswahl im Dashboard ausblenden​

Für Dashboards mit fest vorgegebenem Zeitraum kannst du die sichtbare Zeitraumauswahl ausblenden. Das ist sinnvoll, wenn ein Dashboard bewusst immer denselben Zeitraum zeigen soll und Nutzer den Bereich oben nicht manuell umstellen sollen.

So gehst du vor:

  1. Öffne das gewünschte Dashboard im Bearbeitungsmodus.
  2. Öffne die Facets oder die Dashboard-Eigenschaften.
  3. Füge das Facet hideTimerangeSelector hinzu oder aktiviere es dort.
  4. Speichere das Dashboard.
  5. Öffne das Dashboard erneut in der normalen Ansicht und prüfe, dass die Zeitraumauswahl oben nicht mehr erscheint.

Typische Einsatzfälle:

  • feste Management-Dashboards mit immer gleichem Berichtszeitraum
  • eingebettete Dashboards, bei denen nur die Widgets selbst sichtbar sein sollen
  • Dashboards mit bewusst vorgegebenen Filtern, die nicht versehentlich verändert werden sollen

Wenn du die Auswahl später wieder brauchst, entferne das Facet hideTimerangeSelector oder deaktiviere es im Dashboard erneut.

Widget-Typen​

TypBeschreibungGeeignet für
KennzahlEinzelner Wert (Zahl)Aktuelle Umsätze, offene Tickets
BalkendiagrammVergleich von WertenUmsatz pro Monat, Tickets pro Kategorie
LiniendiagrammEntwicklung über ZeitNutzerwachstum, tägliche Aktivität
KreisdiagrammAnteile an einem GanzenVerteilung nach Kategorie, Status
TabelleDetaildaten mit FilternAlle offenen Vorgänge, letzte Transaktionen
tipp

Beginne mit 2-3 Widgets, die die wichtigsten Kennzahlen abdecken. Zu viele Widgets auf einmal erschweren den Überblick.

SQL-Abfragen mit WITH in Widgets​

Wenn du in einem Datenbank-Widget mit einer eigenen SQL-Abfrage arbeitest, kannst du auch WITH-Klauseln verwenden. Das gilt sowohl für klassische CTEs als auch für einfache Aliase wie in ClickHouse, zum Beispiel WITH toDate({$start}) AS d SELECT ....

Wichtig für die Nutzung im Alltag:

  • Sortierung des Widgets bleibt mit vorhandenen WITH-Klauseln nutzbar
  • Tabellenfußzeilen in Tabellen-Widgets funktionieren auch dann weiter
  • auch bei aktiven Berechtigungsfiltern bleibt eine gültige WITH-Abfrage nutzbar

Praktisches Beispiel:

WITH toDate({$start}) AS d
SELECT
d AS tag,
count(*) AS anzahl
FROM ereignisse
GROUP BY d
ORDER BY d

Wenn du mehrere CTEs hintereinander verwendest, formuliere sie wie üblich in einer gemeinsamen WITH-Klausel. Beispiel:

WITH a AS (
SELECT * FROM basisdaten
),
b AS (
SELECT * FROM a WHERE status = 'offen'
)
SELECT *
FROM b

Wenn ein Widget trotz gültiger Abfrage keine Daten zeigt, prüfe zuerst, ob die Abfrage auch mit den für dich sichtbaren Daten und gesetzten Filtern sinnvoll bleibt.

Summenzeilen in Tabellen-Widgets optional runden​

Wenn du in einem Tabellen-Widget mit Fußzeilen-Aggregationen arbeitest, kannst du pro Aggregation jetzt optional festlegen, auf wie viele Dezimalstellen der Summenwert gerundet werden soll.

Das ist hilfreich, wenn du Summen, Durchschnitte oder ähnliche Kennzahlen in der Tabelle bewusst kompakter anzeigen möchtest, ohne die zugrunde liegende Berechnung der Abfrage selbst zu verändern.

So nutzt du die Rundung:

  1. Öffne das gewünschte Tabellen-Widget zur Bearbeitung.
  2. Gehe zum Bereich für Fußzeilen oder Aggregationen.
  3. Wähle die gewünschte Aggregation, zum Beispiel Summe oder Durchschnitt.
  4. Trage optional die gewünschte Anzahl Dezimalstellen ein.
  5. Speichere das Widget und prüfe die Anzeige in der Tabelle.

Wichtig dabei:

  • die Einstellung gilt pro Fußzeilen-Aggregation
  • der gerundete Wert erscheint sowohl in der Tabelle als auch im Excel-Export; der Export übernimmt dabei die eingestellte Anzahl Dezimalstellen statt Summenzeilen pauschal auf zwei Stellen zu begrenzen
  • wenn du keine Dezimalstellen angibst, bleibt der exakte Aggregatwert erhalten
  • die Rundung betrifft die Ausgabe der Aggregation, nicht deine zugrunde liegenden Einzelwerte
  • gruppierte Map- oder sumMap-Spalten behalten ihre Fußzeilen jetzt auch dann unter dem jeweils passenden Schlüssel, wenn eine Spalte in mehrere Teilschlüssel aufgefächert wird
  • Nullwerte zwischen Zahlen löschen eine vorhandene Summe oder einen Durchschnitt nicht mehr
  • besteht ein aufgefächerter Schlüssel nur aus Nullwerten oder leeren Werten, bleibt die Fußzelle dort bewusst leer statt irreführend 0 anzuzeigen

Typische Beispiele:

  • Summe Umsatz auf 2 Dezimalstellen für Währungswerte
  • Durchschnittliche Dauer auf 1 Dezimalstelle für kompaktere Berichte
  • Exakte technische Kennzahlen ohne Angabe, wenn keine Rundung gewünscht ist
  • eine gruppierte sumMap-Spalte wie umsatz nach Land zeigt Summen für DE, AT und CH jeweils direkt unter der richtigen Teilspalte statt verschoben unter einer Nachbarspalte

Zahlen in Tabellen-Widgets besser lesbar​

In Tabellen-Widgets bleiben Überschriften von numerischen Spalten jetzt konsistenter zur Spalte ausgerichtet. Dadurch sind Zahlenwerte und ihre Spaltenköpfe im Alltag leichter zu scannen, besonders bei rechts ausgerichteten Beträgen, Mengen oder Zählwerten.

Längere Spaltenüberschriften werden dabei jetzt nur noch an Leerzeichen weich umgebrochen. Bezeichnungen mit Unterstrichen oder anderen technischen Trennern bleiben dadurch als zusammenhängender Begriff lesbarer und wirken in schmaleren Widgets weniger zerhackt.

Das hilft dir vor allem bei:

  • Beträgen und Währungswerten
  • Mengen, Anzahlen und anderen Kennzahlen
  • Tabellen mit gemischten Text- und Zahlenspalten

Wenn du ein Tabellen-Widget mit vielen Zahlen nutzt, prüfe nach dem Speichern kurz die Darstellung im Dashboard. Die Spaltenüberschriften sollten jetzt besser zur visuellen Ausrichtung der Werte passen.

Verhalten bei Größenänderungen und Tabellenbreiten​

Datenbank-Widgets und tabellarische Ansichten verhalten sich inzwischen stabiler, wenn sich die verfügbare Breite ändert. Das ist besonders hilfreich in Dashboards, Seitenleisten oder bei kleineren Fenstern.

Darauf kannst du dich im Alltag verlassen:

  • angepasste Spaltenbreiten bleiben konsistenter erhalten
  • wenn du in einem Tabellen-Widget eigene Spaltenbreiten festgelegt hast, übernimmt der Excel-Export diese Breiten jetzt direkt statt sie nur grob zu schätzen
  • bei aktivem Feature-Flag dashboardExcelExport exportiert ein Dashboard jedes enthaltene SQL-Widget zusätzlich in ein eigenes Excel-Blatt
  • diese Blätter nutzen dieselbe Grunddarstellung wie der jeweilige Widget-Excel-Export, damit Tabellen, Spalten und Inhalte im Dashboard-Export konsistent bleiben
  • ohne eigene Breiten nutzt der Export weiter automatisch ermittelte Standardbreiten
  • Widgets reagieren stabiler auf Resize-Ereignisse
  • Tabellen springen seltener unerwartet auf alte Breiten zurück
  • für Tabellen-Widgets gilt jetzt eine sinnvollere Mindestbreite pro Spalte, damit sehr schmale Spalten im Alltag besser lesbar bleiben
  • Widgets dürfen im Dashboard jetzt praktisch beliebig hoch werden: Statt der bisherigen Begrenzung auf 20 Rastereinheiten stehen jetzt bis zu 100 Rastereinheiten zur Verfügung. Das schafft im Alltag deutlich mehr vertikalen Platz, etwa für längere Tabellen, größere Diagramme oder umfangreichere Inhalte ohne unnötig frühes Scrollen.

Empfehlung:

  • Lege zuerst sinnvolle Spaltenbreiten fest.
  • Prüfe danach die Darstellung in einem schmaleren Layout.
  • Speichere das Dashboard erst, wenn Kennzahlen, Achsen und Tabellenüberschriften gut lesbar sind.